Hühner … und ev. auch Küken … Osterküken

Zu unserem Selbstversorger-Garten gehören nicht nur jede Menge Gemüse, Kräuter, Beeren und viele Blumen, sondern auch unser Hahn Elvis mit seiner munteren Hühnerschaar. Hühner sind überaus nützliche Tiere. Aber viel wichtiger … wir LIEBEN sie. Täglich geniessen wir den Anblick der schönen und munteren Tiere. Noch immer ist jedes Ei ein Geschenk. Doch nun ist der Frühling auch in den „kleinen Bergen“ ausgebrochen und was sind schon Ostern ohne lebende Deko. Also habe ich fleissig Eier gesammelt … und diesmal nicht fürs Frühstück sondern als BRUTEIER für unsere Osterküken!

Das ist Elvis unser Hahn

Das ist Elvis unser Hahn

Unsere Friesenhennen: Sanna und Fenna

Unsere Friesenhennen: Sanna und Fenna

Unser Hahn Elvis mit der Zwergwyandotten-Henne Marita

Unser Hahn Elvis mit der Zwergwyandotten-Henne Marita

Friesenhenne Sanna

Friesenhenne Sanna

Unser Hahn Elvis mit Sanna, Fenna und Jonna

Unser Hahn Elvis mit Sanna, Fenna und Jonna

18. März 2014:

Während 10 Tagen haben wir Bruteier gesammelt die im Aussehen und Gewicht guten Bruteiern entsprechen. Wir haben sie so wie wir sie im Legenest vorgefunden haben gelagert. Bei einer Temperatur von ca. 18 Grad. Gewendet haben wir sie mehrmals am Tag. Der Brüter wurde gründlich gereinigt und 2 Tage vor Einlage der Bruteier in Betrieb genommen. Wir besitzen einen sogenannten Schaubrüter mit einem durchsichtigen Plexiglasdeckel. Die Eier werden automatisch gewendet. Bei unserem Brüter lässt sich ab dem 17. Tag die Wendeautomatik ausschalten. Wir müssen nur die Temperatur von 37,7 Grad auf dem eingelegten Thermometer überwachen und Wasser in die Rinnen füllen. Wir legen auch noch einen kleinen Hygrometer in den Brüter. So können wir die Luftfeuchtigkeit überwachen. 60 % sind ideal. Die Kontrollen ergeben eine exakte und regelmässige Wärme von 37.7 Grad. Wir halten uns an die Gebrauchsanweisung die wir zu unserem Inkubator erhalten haben. Ich ziehe die Naturbrut der Kunstbrut vor.  Es braucht dazu jedoch eine Glucke. Leider kamen unsere Hennen in diesem Jahr sehr spät in Brutstimmung … nachdem sie letztes Jahr beinahe bis Weihnachten brütig waren. Es ist jedes Mal ein besonderes Erlebnis eine Glucke die Küken ausbrütet und aufzieht zu beobachten.

 

20. März 2014

Wir haben die Eier in den Brüter gelegt. Nach 21 Tagen sollten die Küken schlüpfen … vorausgesetzt die Eier sind befruchtet!? Das Thermometer zeigt uns die üblichen Temperaturschwankungen an … sobald die Eier im Brüter sind. Ich lasse mich davon nicht besonders beeindrucken … solange die Temperatur nicht zu hoch ist. Sobald der Hygrometer tiefe Werte anzeigt fülle ich warmes Wasser in die Wasserrinnen. Die Eier entnehme ich vorher und lege sie in eine gepolsterte Schachtel um sie anschliessend wieder zurück in den Brüter zu legen.

Inkubator mit eingelegten Eiern

Inkubator mit eingelegten Eiern

23. März Alles i.O. im Brüter. Der Winter hat sich am Sonntagmorgen zurückgemeldet und unsere Osterdeko mit Schnee überzuckert:

Der Winter hat sich am Sonntagmorgen zurückgemeldet

Der Winter hat sich am Sonntagmorgen zurückgemeldet

schnee_am_sonntagmorgen_2

Einige Angaben zur Hühnerbrut:

Temperatur vom 1. bis zum 17. Tag: 37.7 – 38.0 Grad, vom 18. – 21. Tag genügen 37.0 Grad.

 

Feuchtigkeit vom 1. bis 19. Tag: 5560 % rel. Luftfeuchtigkeit, vom 20. bis 21 Tag 80 % rel. Luftfeuchtigkeit (ich lege jeweils feuchte gerollte Frotteetücher  an den Rand des Brüters … aber Vorsicht nicht vor die Luftlöcher!)

 

Wenden vom 1. bis zum 17. Tag 2 – 5 mal täglich oder automatisch, ab dem 18. Tag nicht mehr wenden oder Automatik ausschalten!

 

Schieren am 6. und 17. Tag. Zur Überprüfung ob die Bruteier befruchtet sind werden diese mit einer Schierlampe durchleuchtet.  Ich benütze dazu eine WC-Papier Rolle und eine Taschenlampe. Durch den oberen Teil der WC-Papier Rolle stecke ich einen Zahnstocher so dass bequem ein Ei reinpasst. Am Abend im dunklen Zimmer durchleuchte ich dann die Eier mit der Taschenlampe. In einem befruchteten Ei ist am 6. Bruttag ein beweglicher dunkler Fleck erkennbar. Rund um den Embryo ist ebenfalls ein Netz aus Blutgefässen zu sehen. In einem unbefruchteten Ei ist nur der blasse Schatten des Dotters zu erkennen. Im Internet habe ich eine sehr hilfreiche HP gefunden mit vielen Bildern: http://www.rund-ums-ei.at. Unter dieser URL kann die Entwicklung eines Hühnerembryos vom ersten Tag bis zum fertigen Küken in einem Video betrachtet werden.

 

In der Schweiz kann an Ostern in verschiedenen  Naturmuseen das Schlüpfen der Küken beobachtet werden … und die Kinder dürfen sie unter Anleitung und Beobachtung eines “Göttis” hämpfele.

 

Wir haben 23 Eier in den Brüter gelegt. Am 6. Bruttag haben wir 4 unbefruchtete Eier entfernt. Beim Schieren am 19. Bruttag war in 19 Eiern ein vollständig entwickeltes Küken zu erkennen. Am 20. Bruttag waren die meisten Eier bereits angepickt und ein Küken schlüpfte bereits in den frühen Morgenstunden. Am Abend des 20. und am Morgen des 21. Bruttages schlüpfte nach und nach ein Küken ums andere bis auf ein einziges Ei das noch unversehrt dalag. Ich hielt das Ei an mein Ohr in der Hoffnung ein Piepsen zu hören. Leider nichts. Ich klopfte mit einem Schraubenzier leicht ans Ei. Diesmal drang ein leises Klopfen an mein Ohr. Im dunkeln Keller durchleuchtete ich das Ei um mit Bleistift die Luftkammer zu markieren. Mit einer Stricknadel ritzte ich anschliessend ein winziges Loch ins Ei und entfernte mit einer Pinzette etwas Eierschale. Das Küken hat sich dann selber aus dem Ei befreit. Schlupfhilfe ist nicht unbestritten. Bis jetzt habe ich damit aber nur gute Erfahrungen gemacht.  Das Ei entsprach zudem nicht dem Mindestgewicht für Bruteier … stammte aber von meiner Lieblingshenne! Da meine Hühner sehr grosszügig mit Calcium versehen werden sind ihre Eierschalen sehr dick und machen den Schlupf für die Küken zu einem besonderen Kraftakt. Dieses Küken hat sich zu einem gesunden und sehr lebhaften Tier entwickelt.

 

25. April 2014

Inzwischen sind zwei Hennen brütig geworden. Wir werden sie morgen je in einen Einzelstall umsetzen.

Davon werde ich gerne mal in einem separaten Post erzählen.

Bis dann liebe Grüsse von emyma

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